Der übersehene Trend: Singleplayer-Spiele sind die erfolgreicheren Service Games

Mit dem Scheitern von Highguard diskutiert gefühlt die halbe Gaming-Welt wieder über Service Games, übersieht dabei für mich aber einen entscheidenden Wandel

In der Diskussion ums regelmäßige Scheitern von Service Games wird für Heiko oft vergessen, wie erfolgreich aktuell Singleplayer-Spiele sind, die stark auf Service setzen. In der Diskussion ums regelmäßige Scheitern von Service Games wird für Heiko oft vergessen, wie erfolgreich aktuell Singleplayer-Spiele sind, die stark auf Service setzen.

Ich kann die Uhr danach stellen: Ein Service Game scheitert, und schwupps, schon kommen alle Experten aus den Löchern, die dieses Scheitern längst haben kommen sehen.

Klar, natürlich lässt sich bei Highguard, XDefiant, Concord, Hyenas, Crucible, Hyperscape und wie sie nicht alle heißen ein klares Muster erkennen. Dazu muss man wahrlich kein Raketenwissenschaftler sein.

Heiko Klinge
Heiko Klinge

Heiko ist eigentlich ausgebildeter Bankkaufmann, hatte dann aber während des Wirtschaftsinformatik-Studiums die lustige Idee, sich bei GameStar zu bewerben, die er seit 2014 als Chefredakteur leiten darf. Zuvor war er bereits in gleicher Funktion für das Spieleentwicklungs-Magazin Making Games und GamePro verantwortlich. Neben Computer- und Brettspielen liebt Heiko auch gute Musik (Metal & Punk) und mittelmäßigen Fußball (VfL Wolfsburg). In seiner Freizeit gewinnt er ziemlich häufig beim Münchner Musikquiz und verliert ziemlich häufig beim Tischtennis.

Ich darf das mit Fug und Recht behaupten, weil ich dieses Phänomen ebenfalls schon in einer Kolumne über die Umstrukturierungen bei Ubisoft analysiert habe. Und ich bin definitiv kein Raketenwissenschaftler.

Interessant finde ich bei den ganzen Analysen, dass Service Game nach wie vor als Synonym für Online-Spiele verwendet wird. Meiner Ansicht nach wird es nämlich höchste Zeit, diesen Begriff neu zu definieren. Denn wenn man sich die erfolgreichsten Spiele des Jahrzehnts anschaut, heißt Service heutzutage etwas völlig anderes als zur Hoch-Zeit von Counterstrike, League of Legends, PUBG, World of Warcraft & Co.

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Service macht den Verkaufserfolg

Weil ihr’s seid, habe ich mir mal die Top 40 der meistverkauften Spiele seit 2020 angeschaut und gezählt, auf wie viele reinrassige Online-Multiplayer-Spiele ich dabei komme. Haltet euch fest, es sind genau acht! Splatoon 3 (Platz 38), ARC Raiders (34), Ready or Not (31), Helldivers 2 (17), R.E.P.O. (16), Battlefield 6 (14), Phasmophobia (10) sowie die drei Call of Dutys Modern Warfare (19) Vanguard (6) und Cold War (ebenfalls 6). Wobei man bei Letzteren durchaus diskutieren kann, ob hier nicht die Kampagne nach wie vor den größten Kaufanreiz liefert.

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Natürlich ist mir klar, dass viele Online-Spiele ihre Hauptumsätze jenseits des eigentlichen Verkaufs machen, man denke nur an FIFA Ultimate Team. Trotzdem kann von einer Marktdominanz der Online-Spiele keine Rede sein.

Noch spannender finde ich, was die erfolgreichsten Spiele vereint. Allen voran natürlich Animal Crossing: New Horizons auf Platz 1, aber auch Elden Ring (3), Cyberpunk 2077 (4), Baldur’s Gate 3 (14), Ghost of Tsushima (31) oder Assassin’s Creed Valhalla und God of War Ragnarök (beide auf Platz 25).

Bei all diesen Titeln handelt es sich um Spiele mit klarem Singplayer-Fokus, die aber besonders durch ihre vorbildliche Produktpflege hervorstechen. Sei es durch …

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