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Pragmata: Nach 2 Stunden gefallen mir ausgerechnet die Dinge am besten, die mich eigentlich genervt haben

Ich konnte zwei Stunden lang den Sci-Fi-Shooter Pragmata anspielen und wurde in einigen Punkten positiv überrascht.

Eines der kuriosesten AAA-Spiele des Jahres konnte mich bei einem Anspiel-Termin wirklich positiv überraschen. Eines der kuriosesten AAA-Spiele des Jahres konnte mich bei einem Anspiel-Termin wirklich positiv überraschen.

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Das gesamte Konzept von Pragmata klang für mich lange wie eine ziemlich miese Idee. Es geht in dem neuen Capcom-Spiel nämlich um die Frage: Was bedeutet es, in einer digitalisierten Welt ein Mensch zu sein und wie viel kann davon in einem Androiden stecken? Doch das wurde schon in Detroit: Become Human, NieR: Automata und zig anderen Sci-Fi-Spielen in aller Ausführlichkeit beantwortet.

Dann ist da noch die Entscheidung, Hacking zum Kern-Element des Spiels zu machen. Nennt mir bitte einen Titel, in dem Hacking-Minispiele dauerhaft Spaß gemacht haben. Und ein kleines Kind als dauerhafte Begleiterin? Das kann in seltenen Fällen wie bei God of War oder The Last of Us gutgehen, aber spätestens seit Ashley Graham schalten sich bei mir wirklich alle Alarmglocken an, wenn ich sowas höre.

Ich lag falsch: Bereits die letzte gamescom-Demo hat mich vorsichtig positiv gestimmt, zwei weitere Stunden lassen mich endlich aufatmen: Capcom hatin allen angeführten Punkten neue, spannende und vor allem spaßige Elemente eingeführt, die mich über die gesamte Zeit immer wieder zu Lächeln gebracht haben. Ein großes Aber gibt es leider trotzdem und dann auch noch da, wo ich es nicht erwartet habe.

Transparenz-Hinweis: Ich wurde von Capcom zu einem Anspiel-Event nach Hamburg eingeladen, die Reisekosten wurden erstattet. Vor Ort wurde ich an einer fortgeschrittenen Stelle im ersten Drittel des Spiels ausgesetzt und durfte mich dort zwei Stunden lang austoben. Zusätzlich hatte ich bereits im August 2025 die Gelegenheit, die gamescom-Demo zu spielen.

Tristan Gudenrath
Tristan Gudenrath

Tristan ist eigentlich ein großer Fan von Story-Shootern. Titel wie Resident Evil 4 oder Wolfenstein: The New Order gehören nicht ohne Grund zu seinen liebsten Spielen überhaupt. Pragmata schlägt auch in diese Kerbe, kein Wunder also, dass der Titel inzwischen auf seiner Wunschliste ordentlich nach oben gerutscht ist.

Bekannte Geschichte, frisch erzählt

Darum geht's: Im Zentrum von Pragmata steht das kosmische Erz Lunum, mit dem nicht nur die Form, sondern auch Eigenschaften und Funktionen aller möglichen Dinge durch Kopieren von Objektinformationen reproduziert werden können. Autos, Häuser, Spenderorgane, GameStar-Sonderhefte; all das könnte durch einen Knopfdruck kopiert und ausgeliefert werden. Eine wirtschaftliche und technologische Revolution.

Abgebaut und veredelt wird das Supermaterial auf dem Mond. Doch eines Tages geht plötzlich der Kontakt zwischen Erde und Mond verloren, weswegen ein Untersuchungsteam ausgesandt wird. Darin befindet sich auch der Protagonist Hugh Williams, der eigentlich nur mitgereist ist, um den Mond mit eigenen Augen zu sehen.

Auf der Station angekommen, ereignet sich ein schweres Mondbeben. Verletzt und getrennt von seinem Team, erwacht Hugh aus seiner Bewusstlosigkeit. Gerettet wird er von einem mysteriösen Androidenmädchen namens Diana, die selbst aus Lunum gebaut wurde.

Zusammen wollen sie wieder Kontakt zur Erde aufnehmen, doch die restlichen Roboter auf der Mondbasis spielen verrückt und haben sich gegen ihre menschlichen Herren aufgelehnt. Am Ende geht es jedoch nicht um den Kampf gegen die Roboter, sondern um die Entwicklung zwischen Hugh und Diana sowie die eingangs angeführte philosophische Betrachtung von Menschsein und Androiden.

Video starten 1:51 In Capcoms neuem Sci-Fi-Titel Pragmata steuert ihr gleich zwei Figuren zur selben Zeit

Capcom legt viel Wert auf die zwischenmenschlichen Interaktionen. Auf der einen Seite ist Hugh, ein sarkastischer Arbeiter aus der Mitte der Gesellschaft, mit eigener Vergangenheit und Emotionen. Und auf der anderen Seite ist das Androidenmädchen, das einerseits alle Verhaltensweisen eines normalen Kindes aufweist, gleichzeitig aber versucht, den Menschen zu verstehen.

Weder die philosophische Frage noch die Roboter-Rebellion sind neu. Frischen Wind bringt jedoch die Erzählweise. Während sich das Mädchen ihrer unnatürlichen Identität vollkommen bewusst ist, neigt Hugh immer wieder dazu, sie als echtes Menschenkind zu betrachten.

Und so lernt das Mädchen in bester Kindergarten-Manier, warum Menschen so sind, wie sie eben sind und wie das Leben auf der Erde vonstattengeht. Sie ist dabei stets wissbegierig und bringt Hugh regelmäßig in Erklärungsnot. Warum müssen Menschen ihre Seele ernähren? Warum beleidigt man im Scherz seine Freunde, obwohl man sie mag?

Das Gelernte wird anschließend im Verhalten und in Gesprächen aufgegriffen, es verpufft nicht einfach. Dabei entsteht bereits in meinen zwei Stunden Spielzeit ein fesselndes, freundschaftliches Band zwischen den Charakteren, das nur schwer in Worte zu fassen ist. Wem das Duo nicht sofort ans Herz wächst, sollte wirklich die Existenz der eigenen Seele infrage stellen. Inwieweit sich das alles aber über das gesamte Spiel trägt, weiß ich natürlich noch nicht.

Video starten 2:38 Pragmata: Fünf Jahre nach dem ersten Trailer gibt's neues Videomaterial zum mysteriösen Sci-Fi-Spiel

Komplexe Kämpfe mit Eigenverantwortung

Pragmata ist im Kern ein einfacher, eher linearer Third-Person-Shooter, in dem ihr lauft, springt, erkundet und euren Gegnern mit verschiedenen Waffen und Fähigkeiten die stählerne Popo-Luke versohlt. Es gibt nur einen Twist: Bevor ihr so richtig austeilen könnt, müsst ihr erst durch Hacking die gegnerischen Schilde lahmlegen.

Das passiert aber nicht entspannt in einem Menü, während der Rest des Spiels pausiert, sondern mitten auf dem Schlachtfeld. Die Arbeit übernimmt das Mädchen. Doch da ihr eben nicht nur Hugh steuert, sondern auch Diana, habt ihr gleich doppelt Arbeit und müsst somit zwei Dinge gleichzeitig koordinieren.

Beim Hacken erscheint ein Gitter, über das ihr zu einem bestimmten Punkt navigieren müsst. Indem ihr verschiedene Icons aufsammelt, könnt ihr den Schaden erhöhen oder Zusatzeffekte auslösen. Wie viele Boni ihr einsammeln könnt, hängt stark von eurem Vermögen ab, gleichzeitig als Hugh den Angriffen eurer Feinde auszuweichen und die Icons im Auge zu behalten.

Habt ihr die Schilde entfernt, könnt ihr ohne Einschränkungen drauflos ballern und hui, das fühlt sich richtig schön wuchtig an! Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hatte ich keine Probleme, die Kämpfe und das Hacken gleichzeitig zu koordinieren. Dass mein Kopf dabei aber mächtig gearbeitet hat, merkte ich spätestens nach etwas intensiveren Gefechten.

Wenn ihr beim Hacken die blauen Icons berührt, verursacht ihr Bonus-Schaden. Das Schild senkt die gegnerische Verteidigung um 15 Prozent. Was genau beim roten Dreieck passiert, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es schlecht. Wenn ihr beim Hacken die blauen Icons berührt, verursacht ihr Bonus-Schaden. Das Schild senkt die gegnerische Verteidigung um 15 Prozent. Was genau beim roten Dreieck passiert, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es schlecht.

Wie lange das Spaß macht, könnte jedoch in eurer Hand liegen. In den zwei Stunden hatte ich stets Freude an den Kämpfen, doch ich kann mir vorstellen, dass der Loop aus Hacken und Schießen irgendwann ermüdend wird. Um die Abwechslung zu erhöhen, wechselt ihr in Pragmata eure Waffen häufiger als eure Unterhosen - zumindest, wenn ihr es zulasst.

Bis auf eure Hauptwaffe hat jedes Schießeisen nur ein Magazin und kann nicht nachgeladen werden. Das Gleiche gilt für Fähigkeiten, die ihr beim Hacken verwendet. Dafür liegen sie aber auch haufenweise in der Welt verstreut und laden so zum Verballern ein. Insgesamt gibt es vier unterschiedliche Waffen-Typen, von denen ihr jeweils eine gleichzeitig tragen könnt.

  • Hauptwaffe, die nicht verloren geht und sich automatisch wieder auflädt
  • Schwere Waffe, die besonders viel Schaden zufügt
  • Werfer, der in der Anspiel-Session entweder Schaden oder Effekte in einem bestimmten Aufprallradius verursacht hat
  • Spezial-Waffe, die vor allem taktische Effekte auslöst, etwa einen Dummy, der Feinde ablenkt

In der Zeit, die ich Pragmata gespielt habe, war es theoretisch möglich, Munition einzusparen und die gesamte Zeit auf dieselben Waffen zu setzen. Jedoch habe ich irgendwann festgestellt, dass es deutlich mehr Spaß macht, einfach auf das zuzugreifen, was mir vor die Füße gelegt wurde. Das sorgt für ordentlich Abwechslung, da man ständig mit anderen Waffen auf die Gegner feuert.

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