Anfang 2025 wurde die Welt von Buffy-Fans auf den Kopf gestellt: Nach 22 Jahren sollte die Serie mit Sarah Michelle Gellar wirklich noch einmal weitergehen. Aus den Plänen entwickelte sich eine Art Reboot, das trotzdem auch eine Fortsetzung ist.
Gellar tritt in die Fußstapfen von Anthony Head (Rolle: Rupert Giles), wird Mentorin und bildet eine neue Dämonenjägerin namens »Nova« aus, die von Star-Wars-Schauspielerin Ryan Kiera Armstrong verkörpert wird. Oscar-Preisträgerin Chloé Zhao (Eternals, Nomadland) sollte dabei als Regisseurin und kreative Leiterin fungieren.
Doch erst vor Kurzem folgte der Schock: Hulu hat sich dazu entschieden, Buffy the Vampire Slayer: New Sunnydale nicht in Produktion zu geben. Nach langen Monaten des Hoffens bekommen Fans demnach jetzt gar nichts zu sehen – nicht einmal die bereits entwickelte Pilotfolge, die Hulu eigentlich überzeugen sollte.
Aus einem Bericht von Deadline geht jetzt hervor, welche möglichen Faktoren hinter der Einstellung der Serie stecken.
Warum Buffy the Vampire Slayer: New Sunnydale scheiterte
Wie Deadline berichtet seien die beteiligten Studios 20th Television und Searchlight Television eigentlich bereit dazu gewesen, der neuen Serie grünes Licht zu geben. Vor allem, nachdem das Geschwister-Duo Nora und Lilla Zuckerman das Drehbuch noch einmal ordentlich überarbeitet habe.
Laut vertraulichen Quellen wirkte die Pilotfolge Hulu »zu jugendlich.« Es fiel ebenfalls der Wortlaut »zu klein«, hierbei wird aber nicht näher ausgeführt, ob sich die Beschreibung auf den Umfang, die Story oder einen ganz anderen Faktor bezieht.
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In Skeleton Crew feierte die neue Slayerin Ryan Kiera Armstrong ihr Star-Wars-Debüt
Warum diese Kritikpunkte jedoch nicht vorher geklärt wurden, bleibt ein Rätsel. Immerhin ist Armstrong aktuell 16 Jahre alt und somit nur etwa drei Jahre jünger als Gellar zu Beginn der Hauptserie. Die ursprüngliche Vorgabe der beteiligten Unternehmen bestand lediglich darin, dem Original treu zu bleiben.
Nur wenig später folgte dann aber trotz zufriedenstellender Überarbeitung der niederschmetternde Anruf vom Präsidenten der Disney Television Group, Craig Erwich. In einem Interview mit People gab die 48-jährige Gellar preis, dass »nicht einmal der CEO von Searchlight mit der Nachricht gerechnet hat.«
Filmemacherin Chloé Zhao war von der Nachricht allerdings nicht überrascht
, wie sie Variety verriet. Warum genau erklärt sie zwar nicht, aber ihre Priorität habe immer darin gelegen, der Originalserie gerecht zu werden.
Als sie danach gefragt wird, ob die 43-Jährige die Serie anderen Unternehmen vorschlagen werde, antwortet sie nur knapp: Welcome to the mystery
(deutsch: Lass dich auf das Geheimnis ein). Demnach ist wohl noch nicht alles verloren und es ist abwarten angesagt.
Ein entscheidender Faktor
Jetzt kommen wir zu einem großen Knackpunkt des Berichts: Sarah Michelle Gellar verriet kurz nach den schlechten Nachrichten, dass eine Führungskraft alles andere als ein Fan der Originalserie sei. Im Gegenteil – es scheint, als sei sie das Zünglein an der Waage gewesen:
Wir hatten einen Manager zu Gast in unserer Sendung, der nicht nur kein Fan des Originals war, sondern auch stolz darauf war, uns ständig daran zu erinnern, dass er die Serie nie vollständig gesehen hatte und dass sie nichts für ihn sei.
Das ist sehr schwer, wenn man sich einer Serie annimmt, die so beliebt ist wie Buffy – nicht nur weltweit, sondern auch bei mir und Chloé [Zhao]. Das zeigt euch also, welchen harten Kampf wir seit dem ersten Tag geführt haben, wenn dein Produzent buchstäblich stolz darauf ist, dir zu sagen, dass er sie nicht gesehen hat.
Die Identität des Produzenten gibt Gellar natürlich nicht preis. Insider-Quellen sind sich jedoch sicher, dass es sich bei der Person um niemand Geringeres als Craig Erwich handelt, der bei Disney als Hauptverantwortlicher für die Hulu-Serien gilt.
Sicher wissen wir aber nur: Erwich traf die Entscheidung, Buffy keine Chance zu geben. Mögliche weitere Gründe dafür sollen die zu hohen Produktionskosten und die mangelnde Qualität gewesen sein, die zu weit hinter dem Original zurückblieb.
Durch eine Umstrukturierung innerhalb des Unternehmens übernimmt Erwich jetzt zusätzlich noch die Beaufsichtigung von 20th Television. Das Studio wird aktuell von Karey Burke geführt und besitzt die Rechte an Buffy und künftigen Fortsetzungen.
Fans müssen also wohl oder übel die bittere Pille schlucken. Natürlich könnte sich ein anderer Streaming-Dienst der Buffy-Show annehmen, durch die Rechtslage würde der Prozess allerdings einiges an Zeit in Anspruch nehmen.
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