Australische Rockband verlässt Spotify - wenige Monate später finden sich dort dreiste KI-Kopien ihrer Songs

Das Problem scheint auch bei anderen Künstlern zu bestehen.

Auf Spotify kursieren KI-Kopien von anderen Künstlern. (Bildquelle: Spotify) Auf Spotify kursieren KI-Kopien von anderen Künstlern. (Bildquelle: Spotify)

Der Konflikt zwischen Kunstschaffenden und KI wird in nahezu allen Kunst- und Unterhaltungsbranchen ausgetragen. Ein aktuelles Beispiel von Spotify zeigt, welche Ausmaße das annehmen kann.

Ganze Band mit KI kopiert

Es geht dabei um die australische Psychedelic-Rock-Band King Gizzard & the Lizard Wizard. Die hatten im Sommer 2025 mit einem vergleichbar großen Medienecho ihren Abschied von Spotify bekannt gegeben. Unter anderem hatten Investitionen des Spotify-CEOs das Fass zum Überlaufen gebracht.

Video starten 40:49 GameStar Talk: Macht KI die Musik kaputt?

Die Band ist dabei nicht die einzige Gruppe, die sich von Spotify und anderen Streamingdiensten abgewandt hat, aber wohl eine der größten.

Vor ein paar Tagen ist der Reddit-Nutzer und Fan der Band »Dipper_Pines« auf Spotify über einen merkwürdigen Vorschlag gestolpert, wie er in einem aktuellen Post schreibt. Irgendjemand hat offenbar eine ziemlich dreiste Kopie der Band und deren Songs erstellt.

Unter dem eindeutigen Namen »King Lizard Wizard« fanden sich so mehrere Songs, die dieselben Titel trugen wie Songs der Band und offensichtlich KI-generiert waren. Ebenso scheint auch das Plattencover erstellt worden zu sein.

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Mittlerweile wurden die Band und die Songs entfernt, bei Futurism gibt es aber einen Screenshot zu sehen. Spotify hat also reagiert, in den Augen vieler Nutzer aber eindeutig zu spät. Immerhin wurden die Songs zuvor sogar noch speziell bei Fans der eigentlichen Band beworben und haben einige Streams gesammelt.

Unter dem Reddit-Post gibt es viele Nutzer, die von ähnlichen Erfahrungen sprechen, bei denen sie merkwürdige KI-Kopien von Künstlern gefunden haben, die eigentlich gar nicht (mehr) auf Spotify sind. Wie groß das Problem ist, lässt sich allerdings nur schwer abschätzen.

Klar ist natürlich, dass es an Plattformen wie Spotify liegt, solche Vorgänge zu verhindern, bevor sie überhaupt an Fahrt aufnehmen können. Der Aufbau der Plattform ist dabei aber auch gleichzeitig das Problem.

Immerhin kann im Grunde jeder einen Account erstellen und eigene Inhalte hochladen. Die Menge an hochgeladenen Inhalten dürfte dabei die Kapazitäten der Moderatoren bei Weitem übertreffen. Zudem muss natürlich erstmal der Wille da sein, KI-Inhalte überhaupt zu moderieren und zu eliminieren.

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