Wer von Garmin, Amazfit und Co. zu Android-Uhren wechselt, erlebt mitunter ein böses Erwachen: Plötzlich hängt die schicke Uhr häufiger an der Steckdose.
Damit ist jetzt Schluss! Naja, nicht ganz und nicht jetzt. Qualcomms neuer, effizienter Chip wird voraussichtlich erst im Spätsommer in eine Smartwatch eingepflanzt. Die Galaxy Watch Ultra 2 wird höchstwahrscheinlich eine dieser Uhren sein.
Galaxy Watch Ultra 2 mit Snapdragon Wear Elite
Ja, der neue Chip hat einen klaren KI-Fokus. Und ja, das bringt auch Vorteile: Gemini am Handgelenk hat bei der Galaxy Watch8 und Pixel Watch 4 durchaus seinen Reiz. Allerdings ist die KI auf der Uhr noch träge beim Antworten.
Das würde sich mit dem Chip vermutlich ändern. Zudem ist der Chip auf dem Papier leistungsstark genug, um Anfragen an Gemini lokal und gleichzeitig schnell zu verarbeiten.
Mit einer bis zu siebenfach schnelleren GPU werden die Smartwatches sehr wahrscheinlich genauso geschmeidig im Alltag laufen wie High-End-Smartphones.
Ich denke dabei an die Kartennavigation, die beim Zoomen nicht mehr stockt. Wenn ich mich beim Wandern drehe, folgt die Karte sofort. Apps öffnen sich auf der Uhr ohne Gedenksekunden und Nachrichten sowie Bilder von WhatsApp werden bei Bedarf sofort geladen.
Kurz gesagt: Der neue Chip sorgt potenziell für ein deutlich besseres Nutzungserlebnis.
Aus den Zeilen des Snapdragon Wear Elite lese ich noch zwei weitere große Verbesserungen heraus.
- Qualcomms neuer Wunder-Chip soll Smartwatches zu 30 Prozent längerer Laufzeit verhelfen.
- Der Akku soll in rund zehn Minuten auf 50 Prozent aufgeladen sein – das ist der eigentliche Star der Show.
Die Uhr während des Zähneputzens für einen ganzen Tag fit zu machen, ist mehr als komfortabel.
Die erste Generation schaffte bei mir bei moderater Nutzung mit Schlaftracking (Sp02 und Schnarcherkennung) locker zwei Tage. Mit dem neuen Chip könnte das Ultra-Modell einen Tag mehr auf den Zähler bekommen.
Letztlich liegt der Ball wohl bei Samsung, der seine One UI Watch-Oberfläche an diesen Kraftprotz optimieren muss.
Für Outdoor eine gute Wahl?
Moderne Funkstandards sind in Qualcomms neuem Chip in großer Zahl vorhanden. Der Hersteller gibt an, gleich sechs fortschrittliche Technologien integriert zu haben.
Neben Bluetooth 6.0 gibt es 5G RedCap, Micro-Power Wi-Fi, Ultra-Wideband, GNSS sowie NB-NTN für Satellitenkommunikation. Letzteres ist die perfekte Ergänzung für die Outdoor-Smartwatch von Samsung.
Die Galaxy Watch Ultra ist auf Ausdauer und Belastbarkeit konzipiert. Unterwegs erreichbar zu sein, im Notfall sogar via Satellit, sorgt für mehr Sicherheit beim Wandern (oder Laufen). Lieber zu viel als zu wenig.
In Kombination mit einer langen Ausdauer und Schnellladefunktionen wäre die Galaxy Watch Ultra 2 zumindest in meinen Augen ein harter Konkurrent für die Apple Watch Ultra.
Für Garmin, Amazfit und Co. reicht es noch nicht. Aber das Plus von bis zu 30 Prozent macht den Kompromiss zwischen smarten Funktionen und Akkulaufzeit (endlich) erträglicher.
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Auf dem Papier liest sich der Wear Elite wie der große Sprung, den wir zuletzt vom gleichnamigen Smartphone-Chip erlebt haben.
Samsung hat die Partnerschaft bereits bestätigt und erste Leaks (via x.com) bekräftigen den Einsatz des Elite-Chips in der Galaxy Watch Ultra. Allerdings ist längst nicht alles in Stein gemeißelt.
So ist beispielsweise noch unklar, ob eine Galaxy Watch Ultra 2 überhaupt 2026 auf den Markt kommt. Ebenso ist unklar, ob Samsung bei diesem Modell wirklich auf diesen Chip zurückgreift.
Der Wear Elite ist nämlich für sehr viele Wearables konzipiert, auch abseits von smarten Uhren. Dennoch halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass der südkoreanische Hersteller mit seiner Watch Ultra in diesem Jahr groß auftrumpfen wird.
Immerhin gab es im letzten Jahr nur mickrige Verbesserungen wie etwa mehr Speicher.




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