»Höhere Specs sind besser«: Konsolen sollen laut japanischen Entwicklern viel Leistung bringen, um weniger optimieren zu müssen

In Japan wird leidenschaftlich über die Notwendigkeit stärkerer Konsolen diskutiert. Ein erfahrener Spieleentwickler erklärt, dass mehr Leistung automatisch mehr Spielraum bei der Optimierung ermöglicht.

Die Debatte um Konsolenleistung hat auch Japan erreicht. Ein Entwickler erklärt, dass mehr Leistung »einfach besser« ist. Die Debatte um Konsolenleistung hat auch Japan erreicht. Ein Entwickler erklärt, dass mehr Leistung »einfach besser« ist.

Wie viel Leistung brauchen die PlayStation 6 und Xbox Next? Wenn es etwa nach dem Ex-Sony-Manager Shawn Layden geht, ist mehr Performance nicht mehr Sinn und Zweck einer neuen Konsolengeneration.

Die Antithese hierzu stellt der japanische Entwickler Hiromichi Takahashi, der als CEO von Amata Games und ehemaliger Game Designer bei Sony und Tecmo bekannt ist: Seiner Meinung nach sollten Konsolen zu jeder Generation so viel Leistung wie möglich erbringen, um den Prozess der Spieloptimierung wirtschaftlich effizienter zu gestalten.

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Höhere Specs = weniger Optimierungskosten

Die Debatte um die notwendige Rechenleistung von Gaming-Konsolen flammt in Japan aktuell grundsätzlich wieder auf. Hintergrund ist die Nintendo Switch 2, die als günstigere Alternative zur performanteren PlayStation 5 positioniert wird, wie Automaton Media berichtet.

Viele Spieler argumentieren demzufolge, dass aktuelle Konsolen längst genug Leistung hätten und höherwertige Hardware nur zu höheren Preisen und gesteigerten Entwicklungskosten führt.

Takahashi erklärt hierzu seine Sichtweise als Entwickler auf der X-Plattform:

Aus der Perspektive eines Spieleentwicklers sind höhere Konsolen-Specs einfach besser. Das gilt auch für Spiele, deren Grafik diese Leistung scheinbar nicht vollständig ausnutzt.

Der Grund liegt darin, dass höhere Specs die Kosten für Ressourcen-Optimierung während der Entwicklung reduzieren und uns ermöglichen, Produktionsschritte einzusparen. Kurz gesagt: Auch wenn wir Dinge etwas rauer bauen, läuft das Spiel trotzdem korrekt.

Automaton Media schlussfolgert hieraus, dass mit solchen Aussagen auch die Kritik an Entwicklern beantwortet wird, die die verfügbare Hardware nicht ausreizen würden.

  • Der Logik zufolge handelt es sich hierbei schlicht um einen wirtschaftlichen Faktor: Softwareoptimierung ist ein kostspieliger Prozess, der mit leistungsstärkerer Hardware weniger aufwendig wird.
  • Allerdings landen Spiele auch immer wieder in der eben wegen schlechter Optimierung in die Kritik. Von Totalausfällen wie Mindseye über vermeintliche Spiele-Hoffnungen wie Monster Hunter Wilds oder Doom: The Dark Ages – so einige Titel wurden allein in diesem Jahr von der Community abgestraft, weil Ruckler und Abstürze das Erlebnis trübten.

Ein weiterer, namentlich nicht bekannter Entwickler hält an dieser Stelle allerdings laut Automaton Media dagegen und bekräftigt Takahashis Aussage.

Unabhängig vom Spieldesign werden Optimierungskosten mit höheren Specs günstiger. Spieleentwicklung erfordert weit mehr Tricks, Tweaks und Ebenen von feinabgestimmter Optimierung, um Stabilität zu erreichen, als Spieler vermuten.

Jetzt ist eure Meinung gefragt: Könnt ihr die Argumentation der Entwickler für starke Hardware nachvollziehen – oder legt ihr besonders großen Wert auf optimierte Spiele? Sollte die nächste Konsolengeneration an dieser Stellschraube drehen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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