Das Google Pixel 9a ist eines meiner größten Smartphone-Überraschungen von diesem Jahr. Ich konnte das Handy etwa einen Monat lang testen und war sehr beeindruckt.
Google hat das möglich gemacht, was ich bei kleinen Handys für lange nicht möglich hielt: gute Kameras und eine lange Akkulaufzeit.
Das Pixel 9a zeigt mir: Es gibt eine Zukunft für kompakte Handys.
Das Design erinnert mich an meine erste Smartphone-Liebe
Obwohl ich heute Android bei Smartphones bevorzuge, erinnere ich mich immer sehr gern an mein erstes: das iPhone 4.
Bis heute ist es für mich eines der schönsten iPhones, die Apple je hergestellt hat. Das kantige und flache Design hat es mir einfach sehr angetan.
Das Google Pixel 9a ließ mich beim ersten Auspacken direkt nostalgisch werden. Das Gehäuse sieht dem iPhone 4 ähnlich und besitzt sogar eine flache Rückseite ohne hervorstehende Kamera – eine absolute Seltenheit auf dem heutigen Markt.
Darüber hinaus ist es mit einem 6,3-Zoll-Bildschirm sehr kompakt. In einer Welt von immer größeren werdenden Geräten ist auch dies keine Selbstverständlichkeit mehr.
Eigentlich präferiere ich bei Handys auch lieber größere Bildschirme, aber ich kann nicht bestreiten, wie sehr ich mich in das Design des Google Pixel 9a verliebt habe.
Das Handy passt locker in jede Hosentasche, trägt nicht zu dick auf und fühlt sich fantastisch an. Die flache Rückseite ist ein »Feature«, das ich gern bei noch mehr Geräten finden möchte.
Die IP68-Zertifizierung ist das Tüpfelchen auf dem i. So muss man sich mit dem Handy keine Sorgen über Feuchtigkeit und Kleinpartikel machen.
Wenn es eine Sache gibt, die ich negativ beim Design anmerken muss, dann sind es die dicken Bildschirmränder. Auf diese Form von Nostalgie kann ich gern verzichten.
Das Pixel 9a beweist: Die Nachteile von kleinen Handys können überwunden werden
Es gibt zwei wichtige Gründe dafür, warum ich immer großen Abstand von kleinen Handys nehme:
- Schlechtere Kameras
- Kleinere Akkus
Je größer der Bildsensor der Kamera ist, desto besser ist die Bildqualität. Leider benötigen dieser und die optischen Elemente der eingebauten Objektive Platz, der bei kleinen Handys einfach knapp ist. Dasselbe gilt für Akkus. Kompakte Smartphones müssen mit kompakten Akkus auskommen.
Zu meiner Überraschung hat mich das Pixel 9a in beiden Kategorien nicht enttäuscht.
Das Kamerasystem: Damit das Handy auf eine hervorstehende Kamera verzichten kann, musste ein relativ kleiner 1/2-Zoll-Bildsensor für die Hauptkamera verbaut werden. Auf diesen wurden dennoch 48 Megapixel gequetscht.
Der Sensor für die Ultraweitwinkel-Kamera ist mit 1/3.1-Zoll sogar noch kleiner. Dort findet ihr allerdings auch nur 13 Megapixel. Derselbe Bildsensor kommt auch für die Frontkamera zum Einsatz.
Auf dem Papier sehe ich also direkt, wo Google Kompromisse für das Design und den Formfaktor eingehen musste. Aber sieht man die auch bei den Fotos? Seht selbst:
Die Bildqualität der Fotos hat mich sehr positiv überrascht. Google setzt bei den Kameras seiner Pixel-Handys verstärkt auf »Computational Photography«-Technologien.
Die sind einfach ausgedrückt Funktionen, mit denen die Hardware-Nachteile von kleinen Handykameras per Software und maschinellem Lernen ausgeglichen werden. Hier sind einige Beispiele:
- Kleine Bildsensoren haben kleine individuelle Pixel, die weniger Licht aufnehmen können, also setzen Handys »Pixel Binning« ein, um vier oder mehr Pixel zu einem zu vereinen.
- Handys haben weniger Platz für Zoomobjektive, also kombinieren sie eine hohe Sensorauflösung und generative KI, um digital mit wenig Qualitätsverlust zu vergrößern.
- Kleine Bildsensoren eignen sich schlecht, um Motive mit unscharfem Hintergrund darzustellen, also verwenden sie Tiefeninformationen und KI, um diesen zu simulieren.
Das Pixel 9a zeigt mir, dass kleine Handys mit flachen Rückseiten durchaus eine Zukunft haben können. Die Hardware-Nachteile können dank immer besser werdender Software zunehmend zuverlässiger ausgeglichen werden.
Ganz ohne Einschneidungen ist die Kamera trotzdem nicht. Auf einen optischen Zoom müsst ihr vollständig verzichten.
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- Maße: 154,7 x 73,3 x 8,9 mm
- Gewicht: 186 Gramm
- Materialien: Corning Gorilla Glas 3 (Front), Aluminium (Rahmen), Kunststoff (Rückseite)
- Gehäuseschutz: IP68
- Display: 6,3 Zoll pOLED, 120 Hz, 1.800 Nits (typisch), 2.700 Nits (HDR), 1080 x 2424 Pixel, Corning Gorilla Glass 3
- Prozessor: Google Tensor G4
- Arbeitsspeicher: 8 GByte RAM
- Speicherkonfigurationen: 128/8, 256/8 GByte
- Hauptkamera: 48 Megapixel, 1/2-Zoll-Sensor, F/1.7-Blende
- Ultraweitwinkel: 13 Megapixel, 1/3.1-Zoll-Sensor, F/2.2-Blende, 120 Grad
- Frontkamera: 13 Megapixel, 1/3.1-Zoll-Sensor, F/2.2-Blende, 20 mm
- Software: Android 15, 7 Jahre OS- und Sicherheitsupdates
- Akku: 5.100 mAh, 23 Watt Ladeleistung, 8 Watt kabellos
- Konnektivität: Wifi 6e, Bluetooth 5.3, USB-C 3.2
Die Akkulaufzeit: Trotz der kompakten Maße, konnte Google einen Akku mit einer Kapazität von 5.100 mAh verbauen.
In Kombination mit der effizienten Hardware sorgt das für eine beeindruckende Akkulaufzeit von 17 Stunden und 30 Minuten im PCMark-Akkulaufzeit-Benchmark.
Im Alltag musste ich das Handy bei gewöhnlicher Nutzung nur etwa alle 1,5 Tage aufladen.
PCMark Akku-Benchmark
Google Pixel 9a
- Bewertung
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Wenn euch bei kleinen Handys die kurze Akkulaufzeit bisher abgeschreckt hat, dann könnte das Google Pixel 9a die Lösung des Problems sein.
Durch das Verbauen von kleinerer Kamera-Hardware, konnte Google einen größeren Akku verbauen. Daran könnten sich andere Hersteller ein Beispiel nehmen.
Was sie aber definitiv nicht von Google abschauen sollten, ist die niedrige Ladeleistung von gerade einmal 23 Watt. Kabellos sind nur 8 Watt möglich. Selbst günstige Handys im Einsteigerbereich bieten 65 Watt und mehr. Das muss besser gehen.
Kleine Handys können eine Zukunft haben
Duy Linh Dinh: Das Google Pixel 9a beweist eindrucksvoll, dass kleine Handys auch ordentliche Kameras und Akkus besitzen können. Die Nachteile von physisch kleinen Kamera-Bauteilen können immer besser per Software ausgeglichen werden, was eine Rückkehr zu Handys mit flachen Rückseiten ermöglicht.
Und weil Platz bei den Kameras eingespart wird, kann dementsprechend mehr Platz für den Akku verwendet werden. Kombiniert man diesen mit Prozessoren, die von Jahr zu Jahr effizienter werden, können selbst kompakte Handys mit zufriedenstellenden Akkulaufzeiten punkten.
Wenn ihr euch ein kleines Android-Handy holen wollt, kann ich euch das Google Pixel 9a daher insgesamt wärmstens empfehlen.

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