Edel wie Apple und genug Saft für den Laptop: Die Anker Powerbank überzeugt im Test

Die Anker Powerbank vereint hohe Kapazität mit einem formschönen Design. Ob sie mehr kann als nur gut aussehen, sehen wir uns jetzt an.

Für 90 Euro ist die Anker Powerbank ein echtes Schnäppchen. Für 90 Euro ist die Anker Powerbank ein echtes Schnäppchen.

So langsam wird es endlich wieder Frühling. Ich freue mich schon darauf, wenn ich mit meinem Laptop im Park sitzen und die Sonne genießen kann. Leider halten viele Laptops oft keine acht oder neun Stunden durch, daher habe ich bei solchen Ausflügen immer eine leistungsstarke Powerbank dabei. 

Aktuell hat sich ein Testmuster von Anker auf meinen Schreibtisch verirrt, das ich bei den ersten Sonnenstrahlen direkt einpacken werde.

Der Hersteller nennt den 25.000-mAh-Zusatzakku tatsächlich schlicht und ergreifend Powerbank. Wundert euch also nicht, wenn ich in diesem Artikel ständig nur von der Powerbank spreche.

Transparenzhinweis

Anker hat mir die Laptop-Powerbank für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Inhalt dieses Artikels und bekam keine Einsicht vor Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Herausragend
Anker Powerbank
Anker Powerbank
Die Powerbank von Anker hat genug Saft für viele Laptop-Akkus. Mir gefällt sie optisch und qualitativ sehr gut. Dazu kommt ein praktisches Display, das euch nützliche Infos wie den aktuellen Ladestand, Temperatur oder die Anzahl der Ladezyklen anzeigt. Ob die Aufrollautomatik des oberen USB-Kabels allerdings auch Outdoor-Einsätze übersteht, wird die Zeit zeigen. Mit 90 Euro im Angebot ist die Powerbank eine klare Empfehlung.
  • Hohe Kapazität
  • Nützliches Info-Display
  • Wertige Verarbeitung
  • Schnelles Laden mit bis zu 100 W
  • Fragwürdige Widerstandsfähigkeit der Kabelaufrollautomatik gegen Schmutz

Könnte optisch fast von Apple sein

Moderne Powerbanks sehen meist äußerst langweilig aus, ein kleiner schwarzer oder grauer Kasten mit USB-Anschlüssen, das wars dann auch. Anker hat sich hier deutlich mehr Mühe gegeben.

Die Powerbank hat die Form eines Quaders, wobei alle Ecken abgerundet sind. Das verleiht dem kleinen Gerät eine fast schon organische Form und liegt dazu noch gut in der Hand. 

Optisch macht die Anker Powerbank einiges her. Optisch macht die Anker Powerbank einiges her.

Das Testmuster hat die Farbe Silber, damit sieht das Gehäuse auf den ersten Blick aus, als wäre es aus Aluminium, bei näherer Betrachtung ist es allerdings gut verarbeiteter Kunststoff. 

Eine Besonderheit ist das große Farbdisplay an der Vorderseite. Mit einem auf der linken Seite angebrachten Knopf könnt ihr hier verschiedene Funktionen durchschalten. Im Einzelnen kann der Bildschirm folgende Informationen anzeigen:

  • Aktueller Ladezustand 
  • Interne Temperatur
  • Gesundheitszustand der Zellen sowie die Ladezyklen

Beim Aufladen der Powerbank wird euch der Ladestand auf zwei Nachkommastellen genau in Echtzeit angezeigt. Darüber hinaus könnt ihr auch ablesen, mit wie viel Watt gerade aufgeladen wird und wie lange der Vorgang noch dauern wird.

Ein entsprechendes Netzteil vorausgesetzt, lässt sich der Energiespeicher maximal mit 100 Watt betanken. 

Eine Aufrollautomatik wie beim Staubsauger

Insgesamt bietet euch die Anker Powerbank vier Anschlüsse, an denen ihr eure Geräte aufladen könnt. Das ist für große Powerbanks nicht ungewöhnlich.

Zwei USB-C-Kabel sind fest mit dem Gerät verbunden. An der Oberseite befindet sich ein flaches und schön flexibles Kabel mit einer Länge von 64 Zentimetern (ohne Stecker), das über eine Aufrollautomatik verfügt. 

Der Stecker wird im eingerollten Zustand magnetisch in einer Mulde gehalten, sodass er beim Transport nicht stört oder beschädigt wird.

In der Praxis funktioniert das bisher einwandfrei. Ich stelle mir nur die Frage, wie resilient der Mechanismus ist, wenn er im Außenbereich mit Sand oder Schmutz konfrontiert wird. 

An der rechten Seite des Gehäuses befindet sich eine Trageschlaufe, die sich bei näherer Betrachtung als ein zweites USB-Kabel herausstellt.

Bisher habe ich es immer vermieden, elektronische Geräte am Kabel durch die Gegend zu tragen, Anker scheint aber zuversichtlich zu sein, dass das zweckentfremdete Kabel auch langfristig zuverlässig seinen Dienst verrichten wird. Auf mich wirkt es zumindest ausgesprochen robust. 

Neben den beiden fest mit dem Gehäuse verbundenen Kabeln gibt es an der linken Seite noch einen USB-A- und einen USB-C-Anschluss. Ihr könnt also insgesamt vier Geräte gleichzeitig aufladen. Das kann mit bis zu 100 Watt an einem einzelnen USB-C-Port geschehen. 

Werden zwei USB-C-Anschlüsse gleichzeitig genutzt, sind bis zu 165 Watt möglich. Beim gleichzeitigen Laden von drei oder vier Geräten stehen an einer USB-C-Buchse 100 Watt zur Verfügung, während sich die anderen Anschlüsse 30 Watt teilen müssen.

Die Powerbank selbst kann mit bis zu 100 Watt aufgeladen werden.

Die Kapazität reicht für viele Laptops aus

Viele Hersteller von Powerbanks werfen gerne mit großen Zahlen um sich, wenn es um die Kapazität geht. Hier wird in der Regel auf die Einheit Milliamperestunden (mAh) zurückgegriffen, die Größe von Laptop-Akkus geben die Hersteller dagegen gewöhnlich in Wattstunden an.

Anker macht hier eine Ausnahme und schreibt auf die Rückseite die Kapazität in Wattstunden. In diesem Fall sind das 90 Wh.

Insgesamt bietet die Anker Powerbank 3x USB-C- und einen USB-A-Anschluss. Insgesamt bietet die Anker Powerbank 3x USB-C- und einen USB-A-Anschluss.

Aber wie findet man heraus, wie viele mAh nötig sind, um einen 90-Wh-Laptop-Akku zu laden, wenn der Hersteller diese Angabe nicht macht?

Um das zu berechnen, benötigt man noch zusätzliche Informationen, die viele Hersteller gerne verschweigen. Anker war hier allerdings sehr kooperativ und hat mir alle Infos, die ich wissen wollte, mitgeteilt.

So lautet die Formel, um mAh in Wh umzurechnen: 

Wh=mAhV/1.000Wh = mAh*V / 1.000

Anker hat mir bestätigt, dass die Spannung der Akkuzellen bei 3,6 V liegt. Insgesamt verbaut der Hersteller 5 Zellen mit einer Kapazität von jeweils 5.000 mAh, was dann den beworbenen 25.000 mAh entspricht. 

 Damit würde die ausgefüllte Formel wie folgt aussehen:

Wh=25.0003,6/1.000Wh = 25.000*3,6 / 1.000

Das ergibt dann eine Kapazität von exakt 90 Wh, was für viele Laptops ausreichend ist.

Sven Scharpe
Sven Scharpe

Sven ist seit Oktober 2024 Teil der GameStar-Tech Redaktion. Er ist ausgebildeter Fachinformatiker und war unter anderem bei Heise und ComputerBase als Redakteur tätig. Neben Musik der etwas härteren Art hat er auch privat ein ausgeprägtes Faible für technische Geräte, egal ob Laptop, Smartphone oder ganz normale PC-Hardware.

Praxiserfahrungen

Dieses Kapitel könnte ich jetzt mit einem kurzen Satz zusammenfassen: Es funktioniert einfach. Während der letzten 14 Tage habe ich die Powerbank ausgiebig genutzt und es gab keinerlei Probleme.

Dabei habe ich es mir nicht nehmen lassen, das USB-Kabel, welches als Trageschlaufe zweckentfremdet wurde, möglichst häufig zu nutzen. Bisher kann ich hinsichtlich der Stabilität keine Probleme feststellen. 

Ansonsten tut die Powerbank, was man von so einem Gerät erwartet, sie lädt alle angesteckten Geräte zuverlässig auf.

Das Info-Display empfinde ich nach wie vor als ausgesprochen praktisch, dazu macht es natürlich auch optisch was her. Die silberne Farbe ist allerdings relativ anfällig für Kratzer.

Es ist also ratsam, den beiliegenden Tragebeutel beim Transport zu verwenden, um unschöne Spuren auf der Oberfläche zu vermeiden.

Mögliche Alternativen

UGREEN Nexode Pro Powerbank: Sieht optisch fast wie die Powerbank von Anker aus, hat die gleiche Kapazität, ebenfalls ein aufrollbares Kabel und ein Info-Display, bietet aber laut Hersteller Schnellladen bis 200 W. Der Preis liegt aktuell im Angebot bei 85 Euro.

EcoFlow Powerbank 25000mAh: Interessantes Design trifft hohe Kapazität. Die Powerbank besitzt keine fest verbundenen Kabel, dafür ist aber ebenfalls ein Info-Display eingebaut. Bei Amazon mit aktivierbarem Gutschein ab 76 Euro erhältlich.

Fazit der Redaktion

Sven Scharpe: Die Powerbank von Anker macht was sie soll und das sejr gut. Sie lädt meine Geräte zügig auf, hat eine hohe Kapazität und sieht dazu auch noch schick aus. Negative Punkte sind mir im Test nicht aufgefallen.

Stop, eine Sache hätte ich doch noch: Das aufrollbare Kabel ist zwar praktisch, könnte sich mit der Zeit aber als Schwachpunkt herausstellen. Ich bin gespannt, ob es sich nach einem Tag am Strand oder nach einem Camping-Ausflug immer noch so geschmeidig aufrollt. 

Für ein Nachfolgemodell wäre auch eine IP-Zertifizierung eine schöne Sache. Gewöhnlich kostet das Gerät rund 100 Euro, bei Amazon ist es gerade für 90 Euro im Angebot. Für diesen Preis könnt ihr wirklich nicht viel falsch machen.

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